22. November 2007

Freimaurer im Parlament


Der Autor Guido Grandt, dessen gerade erschienenes Buch „Schwarzbuch der Freimaurerei“, für Aufsehen sorgt, führte ein Umfrage zur Freimaurerei in deutschen Parteien, dem Bundestag und den größten österreichischen und schweizer Parteien durch, welche in der Ausgabe 6/2007 des Magazins Mysteries erschien. Das Ergebnis ist erschreckend, denn die meistens Parteien geben sich sehr zurückhaltend und verweigern sogar die Stellungnahme zu Grandts gestellten Fragen.


Die von Grandt gestellten Fragen lauteten u.a.:

  • Gibt es Politiker in ihrer Partei, die auch dem Freimaurerbund angehören? Wenn ja welche?
  • Wie können Politiker die Weltanschauung der Freimaurer und ihr Staatsamt vereinbaren?
  • Ist es vereinbar Politiker und Freimaurer zu sein?
  • Im internationalen Lexikon der Freimaurer steht, dass Politiker, die Freimaurer sind, der freimaurerischen Ideologie nicht zuwider handeln sollten – was halten sie davon? Dadurch sind Politiker ja „parteiisch“?
  • Sollte bekannt werden, dass Politiker einer anderen Weltanschauung huldigen (wie etwa derjenigen der Scientologen, o.ä.), wäre dies ein Skandal. Warum ist das bei den Freimaurern nicht so?
  • Gibt es in ihrer Partei, beziehungsweise im Bundestag, wie beispielsweise in England, die Forderung nach einem „Freimaurer-Register“ mit Namen , weil die Loyalität, die der freimaurerische Eid fordert, über dem des politischen Amtseides stehen könnte? War Jürgen Möllemann, wie oft behauptet wird? Ist Hans-Dietrich Genscher Freimaurer, wie oft behauptet wird?

Kommen wir nun zu einem Überblick den Umfrageergebnissen unserer so genannten Volksvertreter.

CDU:

Grandt fragte mehrmals schriftlich nach, aber er erhielt keine Antwort, was ihn dazu bewog telefonisch beim Pressereferenten nachzufragen. Dieser erklärte, dass die Anfragen wohl untergegangen seien, oder er hätte eine falsche E-Mail Adresse benutzt, er solle die Anfrage nochmals stellen. Nach zwei Tagen wurde er vom Pressereferenten zurückgerufen, der ihm erklärte, dass sich die CDU zu den Fragen nicht äußern werde, was er aber schriftlich auch nicht bestätigen könne. Des Weiteren bittet der Pressereferent darum nicht namentlich erwähnt zu werden.

CSU:

Bei der Schwesterpartei lief es ähnlich. Auf telefonische Nachfrage hieß es, dass die Anfragen Grandts wohl untergegangen sein, aber er solle sie nochmals stellen. Als Antwort bekam er schließlich, dass die Anfragen an die CDU/CSU-Arbeitsgruppe Kultur und Medien weitergeleitet worden wären. Allerdings standen für diese Arbeitsgruppe keine Kontaktdaten zur Verfügung, weshalb sich Grandt nochmals an die Pressestelle in München wendete, wo ihm der Pressereferent erklärte, dass er die Kollegin nicht kenne, die ihm die Mail mit der Weiterleitung an die Arbeitsgruppe schickte. Grandt wendete sich somit direkt an den Bundestag in Berlin, welcher ihm mit einer Verantwortlichen der Arbeitsgruppe verbunden hat. Dort wurde ihm erklärt, dass die AG nicht zuständig sei, da die Pressestelle die Anfrage an die falsche Arbeitsgruppe geschickt hätte.

Nach einem hin und her wurde Grandt wieder erklärt, dass seine Anfrage nun bei der Pressestelle liegen würde. Der stellvertretende Pressesprecher meldete sich bei Grandt und erklärte, dass über die Mitgliedschaft von Parteimitgliedern bei den Freimaurern keine Informationen vorliegen würden. Weitere Auskünfte Fehlanzeige.

SPD:

Trotz mehrmaliger Anfrage erhielt Grandt auch von der SPD keine Stellungnahme. Auf eine telefonische Nachfrage wurde ihm von der Pressesprecherin erklärt, dass der zuständige Kollege wohl gerade im Vaterschaftsurlaub sei und die Anfrage wohl deswegen nicht beantwortet worden wäre. Es wurde ihm versprochen sich um sein Anliegen zu kümmern, was aber nicht geschah. Auf eine erneute telefonische Nachfrage erhielt er von der stellvertretenden Sprecherin des SPD-Vorstandes ein E-Mail, mit dem Inhalt, dass die SPD derartige persönliche Daten der Mitglieder nicht kenne.

FDP:

Ganz anders sieht es bei der FDP aus. Helmut Metzner, Abteilungsleiter „Strategie und Kampagnen“, der Bundesgeschäftsstelle der FDP antwortete, dass Thomas Dehler, der einzige FDP-Politiker sei, von dem bekannt ist, dass er den Freimaurern angehört, allerdings gebe es innerhalb der FDP keine Datenerhebung, welche darüber Auskunft geben könnte. Auch sieht die FDP keine Unvereinbarkeit zwischen Freimaurer und ihrer Politik, da sich die FDP, wie auch die Freimaurer für Grundwerte, wie Aufklärung, Toleranz, Freiheit und Humanität einsetzen. Seiner Meinung nach ist es vereinbar Politiker und Freimaurer zu sein, da unparteiische Politiker sowieso eine Illusion seien. Da die Freimaurer Ideale vertreten, die sich mit denen der FDP teilweise überschneiden, wird es in der FDP nicht als Skandal angesehen Freimaurer zu sein. Die Mitgliedschaft in Organisationen, deren Werte denen der FDP entgegenstehen, könnte aber schon ein Skandal sein. Aber Metzner erklärte auch, dass er persönlich davon überzeugt ist, dass der Einfluss der Freimaurer auf die Politik hinter dem von Beamten oder Gewerkschaften zurücksteht. Das könnte man begrüßen oder bedauern, man sollte es aber nicht überbewerten.

Die Grünen:

Auch hier gibt’s keine Antwort. Auf mehrmalige Nachfrage wird versichert, dass man sich darum kümmert. Fehlanzeige!

Die Linke:

Von ihr kommt zumindest ein Antwort. Bodo Ramelow, Religionsbeauftragter, erklärt, dass die Partei solche Daten nicht erhebe, allerdings sein der Vergleich von Scientology und der Freimaurerei in diesem Zusammenhang nicht angebracht.

Der Bundestag:

Auch im höchsten deutschen Parlament hüllt man sich in Schweigen. Auf Nachfrage wurde Grandt erklärt, dass man seine E-Mails wohl nicht erhalten habe und er solle sie nochmals schicken. Die nächste E-Mail habe man dann auch wieder nicht erhalten. Eine Dritte Anfrage per E-Mail hat man dann laut der Pressestelle auch nicht erhalten. Nach einer erneuten telefonischen Kontaktaufnahme sendet Grandt im Beisein der Pressereferentin die Mail erneut, komisch diesmal klappt es. Er wird mit einem Pressesprecher verbunden, welcher im erklärte, dass er keine Antworten auf seine Fragen erhalte und alles aus den Biographien der Abgeordneten hervorgehe. Grandt machte ihn darauf aufmerksam, dass dies nicht der Fall sei und fragte und bekam zur Antwort, dass er sich doch bitte an die einzelnen Fraktionen wenden solle.

SPÖ (A): Trotz mehrmaliger schriftlicher Aufforderung keine Antwort.

ÖVP (A): Ursula Kroczek, Service der ÖVP-Bundespartei, erklärt, dass sich die Fragen gänzlich der Kenntnis der Partei entziehen.

FPÖ (A): keine Antwort, trotz mehrmaliger Nachfrage.

Die Grünen (A): Ein anonymes Dialogbüro antwortet, dass man Grandt zu den Fragen nicht weiterhelfen könne.

SVP (CH): Gregor A. Rutz antwortet, dass die Fragen den privaten Bereich der Politiker betreffen worüber sie keine Auskunft geben, auch führen sie keine Verzeichnisse über Vereinsmitgliedschaften, dies sein reine Privatsache.

FDP (CH): Christian Weber, Pressechef, erklärt, dass sie keine Kenntnis über die Zugehörigkeit ihrer Mitglieder zu den Freimaurer besitzen. Die weiteren Fragen bleiben unbeantwortet.

SP (CH): Keine Antwort.

Soweit zur Umfrage des Herrn Grandt. Welche Erkenntnisse ziehen wir nun aus dieser Umfrage? Keine der Parteien wollen sich zu dieser Thematik äußern, sie versuchen sich mit allen Mitteln, den Fragen des Herrn Grandt zu entgehen. Sie flüchten sich in Ausreden, wie zum Beispiel, wir haben ihre E-Mails nicht erhalten, die weiteren ebenfalls nicht, erst wenn man dann im Beisein eines Pressesprechers am Telefon erneut eine E-Mail schickt, kommt sie auf einmal an. Welch ein Wunder! Wenn ich aus meiner Erfahrung spreche, dann kommt eine E-Mail immer an, außer ich gebe sie falsche Adresse an. Ich will nicht ausschließen, dass es durchaus einmal passieren könnte, aber in dieser Häufigkeit ist es auszuschließen. Man hofft einfach darauf, dass die anfragenden Personen nach einer gewissen Zeit die Energie verlieren andauernd nachzufragen. Oder man gibt die Anfrage einfach an irgendwelche Arbeitsgruppen weiter, die am Ende doch nicht zuständig sind.

Da lobt man sich doch die Antwort der FDP, der einzigen deutschen Partei, die zu den Fragen Stellung bezog. Wen wundert dies, da man ja auch auf der FDP Homepage mit der Bilderberger-Teilnahme von Guido Westerwelle warb. Aber da die Antwort der FDP eher erschreckend ist, hätte sie vielleicht auch lieber nichts sagen sollen. Sie sieht keine Unvereinbarkeit von Freimaurern in ihrer Partei und ihrer Politik, da unparteiische Politiker sowieso eine Illusion seien. Aber das ist doch genau das, was wir in einer Demokratie wollen, wofür Demokratie stehen sollte. Abgeordnete sollten unparteiisch sein, es kann keine übergeordnete Instanz oder Wertvorstellungen geben, außer die Ideale, der Partei.

In Deutschland wurde im Juli 2007 die Transparenzregelung eingeführt. Hier werden neben den Einkünften, Nebentätigkeiten, auch die Vereinstätigkeit von Abgeordneten offen gelegt. Dort sollte doch nun auch die Freimaurerei auftauchen. Dies ist natürlich nicht der Fall. Aber meiner Meinung nach ist dies zwingend notwendig, da Politiker, die Freimaurer sind, wie oben bereits erwähnt, den Ideologien der Freimaurerei nicht zuwiderhandeln sollten. Wie kann das mit einem politischen Amt vereinbar sein?

Auch stimmt bedenklich, wenn man der Aussagen der Parteien glauben schenken kann, dass diese selbst keinen blassen Schimmer davon haben, ob in ihren Reihen Freimaurer sitzen, da dies Privatsache sei. In Österreich wurde beispielsweise bereits darüber diskutiert, ob Freimaurerei eine unzulässige Gruppenbildung innerhalb einer Partei darstellt.

Wenn Parteien derart über bestimmte Dinge Schweigen, lässt dies wohl nur einen einzigen Schluss zu. In unseren Parteien sitzen mehr Freimaurer, als wir uns das wohl vorstellen können. Die Bürger sollten darüber informiert sein, ob ihre Abgeordneten einer kontrovers diskutierten Weltanschauung angehört. Einen Abgeordneten als Angehöriger des Scientology-Kultes würde ja ebenfalls eine große Diskussion auslösen.

Quelle

Keep 'em busy!


"Es geht auch so:

Der Marketing-Guru hatte eine weltweite Versammlung einberufen. In der Eröffnungsansprache sagte er zu seinen Managern: „Wir können die Menschen nicht davon abhalten, ihr Leben zu genießen. Wir können sie auch nicht davon abhalten, Bücher zu lesen und dadurch ihr Leben besser zu verstehen. Wir können sie aber davon abhalten, daß sie persönliche Beziehungen voller Liebe zu ihren Mitmenschen entwickeln und beibehalten. Wenn ihnen das gelingt, ist unsere Macht über sie gebrochen. Und wenn sie lieben, sind wir in Gefahr. Also, laßt sie mit ihren Freunden und Verwandten zusammen sein. Laßt ihnen ihren Lebensstil, aber stehlt ihre Zeit, so daß sie keine Liebesbeziehungen zu ihren Mitmenschen aufbauen können - und auf keinen Fall - miteinander reden! Das ist mein Auftrag an Euch, Manager für weltweites Marketing. Lenkt sie davon ab!“

„Wie sollen wir das anstellen?“ fragten seine Manager.

„Beschäftigt sie ständig mit der ganzen Fülle unwichtiger Nebensächlichkeiten des alltäglichen Lebens und denkt Euch immer wieder etwas Neues aus, um ihre Gedanken zu beherrschen “, antwortete der Marketing-Guru. „Verleitet sie dazu, daß sie viel Geld ausgeben, viel Materielles verbrauchen und verschwenden, viel ausleihen und auch vieles ausborgen. Überredet die Ehefrauen, sich ganz auf ihren Job zu konzentrieren und unendliche Stunden an ihrem Arbeitsplatz zu verbringen. Reduziert die Löhne so stark, daß alle jede Woche fünf, am besten sechs Tage arbeiten müssen, jeden Tag 10 bis 12 Stunden. Nur so können sie sich ihren sinnlosen Lebensstil leisten.

Haltet Väter und Mütter davon ab, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, ihnen zuzuhören und mit Ihnen zu reden. Wenn ihre Familien schließlich auseinandergebrochen sind, wird ihr Zuhause ihnen keinen Schutz mehr bieten. Stopft ihre Köpfe so voll, daß sie ihre innere Stimme nicht mehr hören können. Verführt sie dazu, ständig das Radio oder den mp3-Player einzuschalten, wenn sie unterwegs sind. Seht zu, daß unermüdlich der Fernseher, der DVD-Player, der CD-Player und die Computer in ihrer Nähe laufen. Und paßt auf, daß in keinem Geschäft und in keinem Restaurant dieser Welt irgendwann während des Tages oder der Nacht etwa eine schöne und harmonische Musik zu hören ist, bombardiert sie vielmehr mit zotiger und aufpeitschender Musik, so laut ihr könnt. Das wird allmählich ihre Gedanken vergiften, und die Einheit und Verbundenheit mit Nachbarn, Freunden und Arbeitskollegen zerstören.

Überschwemmt die Frühstückstische mit Zeitungen und Zeitschriften. Hämmert ihnen 24 Stunden lang am Tag die neuesten Nachrichten ein. Bedeckt die Straßen mit Schildern und Plakaten für irgendwelche Produkte, und redet ihnen ein, daß sie diese unbedingt zum glücklich sein brauchen. Überflutet ihre Briefkästen mit Werbung, mit Angeboten von Gratis-Produkten und Diensten, die falsche Hoffnungen wecken. Bildet in den Zeitschriften und auf den Titelseiten schöne, gut geformte Männer und Frauen ab, damit die Ehe- und Lebenspartner immer mehr glauben, daß äußere Schönheit entscheidend ist und sie ihre Partner nicht mehr attraktiv finden. Auch das wird dazu beitragen, die Familien ganz schnell zu zerstören.

Laßt sie auch nicht im Urlaub zur Ruhe kommen. Gebt Euch alle Mühe, sie ständig abzulenken und zu beschäftigen, so daß sie erschöpft und voller Unruhe zurück zu ihrer Arbeit gehen. Seht zu, daß sie sich nicht durch Spaziergänge und Wanderungen an der Natur erfreuen und auf keinen Fall etwa die Schönheiten der Natur wahrnehmen. Schickt sie statt dessen in Vergnügungsparks, Discos, zu Sportveranstaltungen, Konzerten und ins Kino. Euer Ziel muß sein, daß sie beschäftigt, beschäftigt und noch einmal beschäftigt sind, daß sie bloß keine Zeit mit der Frage nach dem Sinn des Lebens und in liebevollen Beziehungen verbringen.

Und wenn sie sich mit anderen Menschen treffen, dann laßt sie nicht über Liebe sprechen, sondern reizt sie an zu Mobbing, Klatsch und Small Talk, so daß sie sich mit einem schlechten Gewissen und unguten Gefühlen verabschieden. Vor allem sage ich euch immer wieder, haltet sie davon ab, daß sie Zeit finden, miteinander zu reden. Sie sollen nur übereinander reden, am besten über die, die gerade nicht anwesend sind. Ich kann es nicht ausstehen, wenn Leute harmonisch zusammensitzen und sich am Leben erfreuen!

Laßt ja nicht ab in Euren Bemühungen. Sie müssen immerzu beschäftigt sein, damit sie keine neuen Kontakte knüpfen und neue Freunde gewinnen können. Liefert ihnen für diesen angeblichen Mangel an Zeit so viele gute Entschuldigungen, daß sie keine Kraft mehr aus ihren Freundschaften und Liebesbeziehungen schöpfen. Bald werden sie aus ihrer eigenen Kraft leben und ihre Gesundheit, ihre Familie und Freunde für die Sicherheit, das Ansehen vor der Welt und ein gutes Gehalt opfern. Es wird funktionieren!“

Es war ein tolles Treffen. Die Manager flogen zurück in ihre Heimatländer, um die Menschen überall auf der Welt noch mehr als bisher zu beschäftigen, um sie rastlos und ruhelos zu machen, ihnen noch mehr einzuflüstern, sie müßten hierhin und dorthin rennen."
-anonym

13. November 2007

Die Lage ist Ernst!

Dieser kleine Clip von letsroll trifft es ganz gut, schöne Arbeit!

23. Oktober 2007

Der totale Bankrott der Finanzpolitik

Der Versuch die Banken zu retten zeigt den totalen Bankrott der Finanzpolitik von Matthias Chang

Der Dow Jones Index verliert 366 Punkte (am letzten Freitag)

Was bisher passiert ist

Die kürzliche Markterholung des Dow und der Rekordstand letzte Woche hat viele Leute verwirrt, speziell die gierigen und die welche in einem Zustand der Leugnung sind.

Einige Leute stürzten sich in den Aktienmarkt, um die steigenden Kurse zu nutzen, verbrennten sich aber die Finger dabei. Diese Leute lernen es nie and sie verdienen die Trachtprügel und ich habe überhaupt kein Mitleid mit diesen Idioten. Es ist wie ein Pokerspiel, wo die Karten gegen den Dummkopf gemischt sind. Das Spiel in den globalen Kasinos ist von Anfang an gezinkt.

Wenn diese Leute die jetzigen Umstände genauer angeschaut hätten, nur für fünf Minuten, müsste es ihnen klar geworden sein, dass Barnekes einlenken zugunsten der Wall Street nur eine Notlösung war, um die Märkte zu beruhigen und um eine Illusion zu schaffen. Aber es hat nicht funktioniert, aus dem einfachen Grund, man kann nicht einen hoffnungslosen todkranken Patienten wieder beleben, wenn alle Organe rapide versagen und die Luftpumpe die letzten Atemzüge aufrecht erhält.

Das letzte Anzeichen, dass das kollabierende globale Bankensystem eine Einbahnstrasse runtersaust, ohne das ein Fahrer am Steuer ist, war die Ankündigung des Finanzministers Paulson und der drei Grossbanken JP Morgan Chase, CITI Group und Bank of America, sie würden einen $100 Milliarden Fond einrichten um die Wertpapiere die wertlos wie Toilettenpapier sind aufzunehmen.

Der globale Wertpapierbetrug ist nicht mehr zu retten… was das bedeutet ist, dass die „Investoren“ nicht mehr die Anlagen kaufen die durch Wertpapiere gesichert sind, da ihr Preis zweifelhaft ist. Um die öffentliche Versteigerung der Toilettenpapiere zu vermeiden und dabei festzustellen, sie sind wertlos, versuchen Paulsen und diese Grossbanken die Papiere zu kaufen, um eine öffentliche Blamage zu vermeiden, in der Hoffnung, wenn sich die Lage „beruhigt und keine Panik mehr herrscht“ sie wieder an irgendeinen Idioten loszuwerden. Schliesslich wird jeden Tag ein neuer Idiot geboren!

Aber alleine die Tatsache, dass sie gezwungen wurden so einen Rettungsfond einzurichten, zeigt, was diese Intrige ist. Die ganze Welt ruft jetzt „Der König hat keine Kleider!“ Ich habe das immer wieder gerufen. Wenige haben meine Schreie gehört und ihre Lebensersparnisse gerettet. Das ist die kritische Auswirkung, deshalb der dramatische Kollaps des Dow.

Das Ende ist nahe

Die Zinsreduktion von heftigen 50 Basispunkten am 18. September 2007 durch die Fed war ein Ablenkungsmanöver um Zeit für die Banken zu schinden, damit sie eine neue Betrugsmasche erfinden können, um die selbstbelügende Öffentlichkeit zu täuschen, alles wäre in Ordnung. Es hat nichtmal für drei Wochen funktioniert und dann war die Luft raus!

Der Dollar ist wieder abgestürzt, der Dow auch um 366 Punkte. Gold ist im Höhenflug. Öl wird bald die 100 Dollar Marke bis Ende Jahr erreichen. Die ausländischen Fonds werfen ihre Dollaranlagen über Bord.

Sprichwörtlich wird Blut in den Strassen der grössten Städte der USA und Grossbritanniens in der nahen Zukunft fliessen, wenn die volle Einschlagswirkung des Kollaps alle Aspekte der Wirtschaft trifft, und der Mann auf der Strasse realisiert, dass Bush und Cheney, die Neocons und die Bastarde welche die City von London kontrollieren sie aufs Glatteis geführt und ihre Pensionsgelder gestohlen, und damit sie um ihre Zukunft beraubt haben.

Die Politik des kontrollierten Chaos wird dann umgesetzt und wir werden Zeugen werden, wie in den wichtigsten Städten der USA, Grossbritannien und in Europa es Strassenschlachten geben wird, organisiert von den Geheimdiensten, zwischen den Weissen und den Einwanderern. In den USA wird es gegen die Latinos sein, dann den Schwarzen. (..) In Grossbritannien und in Europa wird es gegen Einwanderer aus der Türkei, nordafrikanischen Mittelmeerländer und Pakistan passieren, die hauptsächlich Muslime sind. Es wird noch der Brennstoff des radikalen Islamismus dazukommen, der sowieso von vorneherein von den westlichen Geheimdiensten geschaffen wurde.

Diese Einwanderer (Kanonenfutter für den endlosen Krieg gegen den Terror) werden für die Leiden welche die Weissen dann bedrücken als Sündenböcke ausgewählt. Die Grossbanker und die 1% Reichen werden mit ihren Mätressen auf irgendeinem Insel Resort verschwinden und Söldner wie Blackwater beauftragen ihre Besitztümer von den plündernden Massen zu beschützen. Katrina (Hurrikan in New Orleans) war der Probelauf und hat die Privatarmeen darauf vorbereitet, ihre Drecksarbeit zu machen. Sie haben ihren Auftrag. Es wird übel zugehen.

Im Nahen Osten werden die westlichen Geheimdienste dafür sorgen, dass Muslime ihre eigenen Glaubensbrüder abschlachten, da sonst nur der Westen von den Konsequenzen des finanziellen Tsunami leiden wird.

Der unvermeidliche Krieg

Die G7 Länder werden ihre Zustimmung und Unterstützung für das verrückte Abenteuer von Cheney im Nahen Osten geben (Krieg gegen den Iran), als einzige Lösung für die Schweinerei die sie angerichtet haben.

Ich habe kein anderes Szenario. Ich wünschte ich lege falsch. Aber ich fürchte nicht. Alle Ereignisse mit vorhergehender roter Flagge sind eingetreten.

Ich bin kein Wahrsager. Aber wenn man den gesunden Menschenverstand anwendet, müssen wir Realisten sein und unsere Leute und Familien auf einen bevorstehenden Krieg vorbereiten und bereit sein am globalen Widerstand teilzunehmen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.

Passt auf euch auf und möge Gott mit euch sein.

Matthias Chang
Kuala Lumpur
20. Oktober 2007

Matthias Chang ist Anwalt, war politischer Berater von Tun Dr. Mahathir bin Mohamad, ehemaliger Premierminister von Malaysia, der erfolgreich die malaysische Währung im Jahre 1999 gegen den Angriff der City von London kontrollierten Zentralbanken abgewehrt hat.

Quelle: Schall & Rauch

21. Oktober 2007

Die Gleichschaltung der Medien und der EU-Reformvertrag


„In einer Zeit universeller Täuschung ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt“ George Orwell


Autor: Megahoschi


Es ist mal wieder so weit. Wir werden für dumm verkauft und kaum einer bekommt es mit. Gestern ist in Lissabon der „EU Reformvertrag“ abgesegnet worden. Weißt Du was drin steht? Nein? Komisch ich auch nicht, denn dieses Dokument ist anscheinend nirgends wo zu finden und nicht mal die Politiker wissen genau was Sie da beschlossen haben. Auf www.infokrieger.blog.de findest Du eine ganze Reihe von links, über die man sich wenigstens rudimentär über die schlimmsten Ausfälle der Demokratie informieren kann. In den Konzernmedien wird allerdings weder über die Demonstration von 200 000 Leuten gegen den Vertrag, noch über die Vertragsklauseln im Einzelnen berichtet.

Was ist los mit unserem Nachrichtenwesen, egal ob es nun Fernsehen, Radio oder Zeitungen sind, jeder ergeht sich nur noch in Hofberichterstattung und lobt unsere Kanzlerin über den grünen Klee, was Sie da nicht wieder tolles vollbracht hat. Haben wir keine kritischen Journalisten mehr, die Ihren Beruf ernst nehmen, Tatsachen aufdecken und den Politikern nicht nur nach dem Munde reden?

Ja sind denn alle Wahnsinnig?? Wer will denn, das in Zukunft bei Demonstrationen scharf in die Menge geschossen werden darf, wer will denn ausländische Truppen im Land, wenn die Polizei nicht mehr alleine gegen die eigenen Leute klar kommt? Wer will denn, das sich die Bundesrepublik zur Aufrüstung verpflichtet? Diese Klauseln müssten in den Konzernmedien haarklein zerpflückt werden, es müsste Sondersendungen, Brennpunkte und was weiß ich was geben, aber was wird berichtet GARNICHTS!!

Im Rundfunkstaatsverstag steht, das die Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten einen Informationsauftrag haben. Ich muss sagen, ich fühle mich nicht nur schlecht informiert, ich fühle mich ganz offen belogen und angeschmiert und dafür muss ich auch noch Gebühren bezahlen. Bei den „Privatsendern“ wundert mich ja schon lange nichts mehr, aber die „Öffentlich Rechtlichen“ sind mittlerweile weder öffentlich noch rechtlich, also kann man Sie eigentlich auch getrost abschaffen.

Ich komme mir in Deutschland langsam vor, als wäre ich in Nordkorea, da macht ja auch der geliebte Führer die Nachrichten, bei uns ist es anscheinend die geliebte Führerin. Ich fordere einen freien Journalismus in Deutschland mir einer freien, kritischen Presse und einem Informationsangebot, das auch aus Informationen besteht und nicht nur so tut als ob.

Keiner mit auch nur einigermaßen humaner Einstellung und auch nur einem ganz kleinen bisschen gesundem Menschenverstand hätte dem Grundlagenvertrag zugestimmt, wenn Er nicht gewaltige Vorteile dadurch hätte. Anscheinend geht es wieder mal nur um Geld und Kontrolle. Als der Vertrag noch „EU-Verfassung“ hieß und darüber per Volksentscheid in einigen Ländern abgestimmt werden durfte, sind die Regierungen damit nicht durchgekommen, jetzt wird dem Kind einen neuen Namen gegeben und schon ist alles wieder schön? Das glaubt auch nur der, der sich einzig und allein aus Fernsehen und Zeitung informiert.

Es ist 5 Minuten vor 12, noch ist der Vertrag von unserer Regierung nicht durchgewunken worden. Schreibt Eure Abgeordneten an, beteiligt Euch an Aktionen gegen den Reformvertrag (ich meine Demonstrieren, nicht das mit den Pflastersteinen) Das da http://x09.eu/de/sign/ halte ich auch für eine Sinnvolle Aktion.

Nachtrag: Mit dem Euro haben mir die Politiker mein Geld weggenommen, das war nicht schön, aber damit kann ich leben, es ist ja nur Geld. Jetzt wollen Sie mir allerdings meine FREIHEIT nehmen. Da hört der Spass auf, und ich habe nicht vor das zu tolerieren, ich hoffe Ihr auch nicht.

Quelle: http://www.megahoschi.blog.de/

20. Oktober 2007

Originalton - Nur Nachts

19. Oktober 2007

Interview mit dem Hartgeldclub über das Finanzsystem


Das werden wir nicht drucken, jedenfalls nicht so! (Ich schon! =P)
von Edwin Tafelmeier, Hartgeld Club Nürnberg
Die Systempresse greift inzwischen das „Crash“-Thema verstärkt auf, aber irgendwo sind
dann doch Grenzen gesetzt. Hier der missglückte Versuch eines Interviews mit einem
Nürnberger Journalisten. (Den Namen habe ich auf Wunsch anonymisiert)
Warten wir die nächsten Monate ab…
PRESSE:
Der Hartgeldclub Nürnberg erscheint mir als ein Verein, der statt modernen Geldes zurück zu
Gold und Silber möchte. Ist das nicht ein wenig Anachronismus, fernab der Realität?
HGCN:
Zunächst sollten wir erklären, was Geld überhaupt ist. Laut Wikipedia hat Geld drei
Funktionen zu erfüllen, nämlich die eines allgemein anerkannten Tauschmittels, als
Wertmaßstab, und nicht zuletzt als Wertaufbewahrungsmittel. Unser Geld hat lediglich die
erstgenannte Funktion, und das auch nur Kraft des Gesetzes. Da unser Geld nicht definiert
ist, taugt es nur bedingt als Wertmesser, und durch die Inflation verliert es ständig an
Kaufkraft.
PRESSE:
Unser Geld funktioniert noch sehr gut als Wertmaßstab und auch als
Wertaufbewahrungsmittel, wenn Sie die Inflation durch entsprechende Verzinsung
ausgleichen. Kein vernünftiger Mensch steckt sein Geld heute noch unters Kopfkissen.
HGCN:
Was den Inflationsausgleich anbelangt, muss ich Ihnen hier widersprechen. Auf dem guten,
alten Sparbuch angelegt, bringt Ihr Guthaben real eine negative Verzinsung. Andere
Anlageformen bringen vielleicht tatsächlich eine Rendite, das jedoch nicht ohne Risiko. Nicht
zuletzt betrachtet unser Staat die Erträge des Inflationsausgleichs als vermeintlichen Gewinn
und besteuert das entsprechend. Es bleibt dabei: Entweder Ihr Erspartes verliert ständig an
Kaufkraft, oder Sie erkaufen Ihren Gewinn durch ein Risiko, das dazu nicht im Verhältnis
steht.
PRESSE:
Es ist aber nicht zu leugnen, dass viele Anleger auch exzellente Gewinne einfahren.
HGCN:
Das ist schon möglich. Es stellt sich hier jedoch die Frage, ob es sich um echtes Vermögen
oder um Scheinvermögen handelt.
PRESSE:
Was verstehen Sie unter Scheinvermögen? Können Sie das näher beschreiben?
HGCN:
Um das zu verstehen, müssen Sie sich ein wenig mit dem Wesen unseres Geldes
auseinandersetzen. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft benötigen sie ein funktionierendes
Geldwesen. Damit eine Wirtschaft funktioniert, benötigen Sie sowohl Geld als auch Kredit.
Heutzutage gibt es jedoch kein Geld mehr, sondern nur noch Kredit. Unser Geld ist bereits
Kredit, daneben gibt es dann noch „Kredit auf Kredit“, damit kann man keine stabile
Wirtschaft erreichen. Ein solches System ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
PRESSE:
Wenn dieses Wirtschaftssystem instabil sein soll, läuft es aber schon erstaunlich lange.
Können Sie Ihre Thesen auch durch Fakten belegen, oder sind das nur Phrasen?
HGCN:
Es ist überhaupt kein Geheimnis, wie Geld entsteht. Unser Geld entsteht durch Kredit der
Geschäftsbanken. Wenn Sie die Webseiten der Bundesbank besuchen, finden Sie
Informationsbroschüren für den Schulunterricht. Dort ist es relativ verständlich erklärt. Ein
Geldschein ist demzufolge, aber das wird natürlich nicht so offen beim Namen genannt,
lediglich ein Schuldschein, der umlauffähig gemacht wurde. Hinter diesem Geld stehen
Schulden, und zwar ohne Ausnahme. Fast alle Leute gehen davon aus, dass Geld durch
irgendwas von Wert gedeckt ist. Das ist es jedoch nicht, jedenfalls nicht mehr. Die Bindung
an Gold wurde abgeschafft. Unser Geld erlangt Kaufkraft aufgrund eines
Leistungsversprechens, nicht aufgrund einer bereits erbrachten Leistung. Richtiges Geld
erhält seinen Wert durch eine bereits erbrachte Leistung. Ein Leistungsversprechen hingegen
ist lediglich Kredit. Und Kredite sind nur etwas wert, solange die Leistungsversprechen nicht
nur theoretisch eingefordert, sondern auch tatsächlich geleistet werden können. Das ist in
unserem System jedoch nicht der Fall. Der Anker für eine Währung muss nicht unbedingt
Gold und Silber sein. Wir brauchen aber irgend einen Mechanismus, der die unlimitierte
Kreditausweitung verhindert. Eine Währung muss aus einem gesunden Mix zwischen
erbrachter Leistung und einer noch zu erbringenden Leistung beinhalten. Bevor neues Geld
entsteht muss dann eben erst einmal tatsächlich geleistet werden. Nur so entsteht echtes
Vermögen. Uneinlösbare Forderungen sind Scheinvermögen. Diese Scheinvermögen werden
jedoch so bilanziert, als wenn es sich um echte Werte handeln würde. Die Folgen davon
haben Sie in der Bankenkrise vom August ja miterleben können. Auslöser waren
Pseudowertpapiere, unterlegt mit faulen Hypothekenkrediten des US-Immobilienmarktes. Als
bekannt wurde, dass die europäischen, und auch fast alle deutschen Banken solche Papiere
in den Büchern führten, war das Vertrauen erst einmal ramponiert. Ohne das rasche
Eingreifen der Zentralbanken wäre das Bankensystem wahrscheinlich implodiert.
PRESSE:
Inzwischen ist die Situation ja wieder unter Kontrolle. Die Verluste konnten in den meisten
Fällen anscheinend problemlos weggesteckt werden. Rückschläge dieser Art müssen nicht
gleich das ganze Finanzsystem in Frage stellen.
HGCN:
Die Stabilisierung des Bankensystems wurde teuer erkauft. Kurzfristige Liquiditätsspritzen wie
die bereitgestellten Schnelltender der Zentralbank wären auch nicht das Problem, wenn diese
Liquidität danach dem Markt wieder entzogen worden wäre. Die Liquiditätsspritzen waren in
diesem Fall jedoch nur eine Interimslösung, solange bis andere Wege gefunden wurden, sich
zu refinanzieren. Die amerikanische FED hat die Leitzinsen gesenkt, die EZB eben nicht
erhöht. Unterm Strich haben diese Aktionen viel, viel neues Geld geschaffen, ohne dass eine
entsprechende Leistung dahinter steht. Das ist in höchstem Maße inflationär. Wir alle werden
die Auswirkungen sehr bald spüren.
PRESSE:
Was ist schlecht an einer kontrollierten Inflation? Die Politik der Zentralbanken hat in ihren
Zielen bewusst eine geringe Inflation einkalkiliert, um die Wirtschaftsdynamik
aufrechtzuerhalten.
HGCN:
Inflation hat immer zwei Seiten. In der frühen Phase mag die leistungslose Geldvermehrung,
denn alleine das ist die Ursache einer Inflation, durchwegs einen angenehmen Effekt haben.
Sie erzeugen zusätzliche Kaufkraft, weil die Preise sich der neuen Situation noch nicht
angepasst haben. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Preise mit einiger
Verzögerung anpassen und steigen, d.h. Sie verlieren in dieser Situation massiv an Kaufkraft.
Sie gewinnen im Prinzip nichts, die Zeche wird nur später bezahlt. Gewinner bei diesem Spiel
sind die Erstbezieher dieses neuen Geldes, denn die können noch zu den alten Preisen
einkaufen. Lohnempfänger und Transferleistungsempfänger wie Rentner sind die Verlierer,
denn deren Bezüge hinken den gestiegenen Preisen hinterher, und mittlerweile werden sie
nicht einmal mehr nachträglich kompensiert.
PRESSE:
Die Inflationsraten der letzten Jahre waren doch sehr niedrig, vielleicht einmal abgesehen von
den Energiepreisen. Hat das den Wohlsstand etwa beeinträchtigt?
HGCN:
Wenn Sie die offizielle Warenkorbstatistik meinen, halten wir das nicht für einen geeigneten
Indikator für eine Inflationsmessung. Besser wird Inflation als Ausweitung der Geldmenge
über dem der Produktivität definiert. Simplifiziert kann die Inflation als Differenz zwischen
Geldmengenwachstum und Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts verstanden werden, und da
liegen wir um einiges höher als die offiziellen Statistiken, mindestens bei 5 bis 6% in den
vergangenen Jahren, mittlerweile sogar noch weiter darüber.
PRESSE:
Die Verbraucherpreise sind in den vergangenen Jahren im Durchschnitt aber meiner Ansicht
nach nicht um 6% gestiegen, wie sie es nach Ihrer Theorie hätten müssen. Ich halte das für
überzogen.
HGCN:
Wer sagt denn, dass das sich das neue Geld auf alle Bereiche gleichmäßig verteilen muss?
Zunächst ging das Geld in die Vermögenswertanlagen, mit Ausnahme von Deutschland meist
auch in den Immobileinmarkt. Das trieb Aktienkurse und Immobilenpreise gewaltig nach
oben. Übersehen wurde bei diesem Spiel nur, dass sich die daraus resultierenden
Vermögenszuwächse, genährt durch die Spekulation, hauptsächlich durch eine Aufblähung
der Geldmenge verursacht wurden, und nicht durch ein reales Wirtschaftswachstum. Die
Verbraucherpreise sind nicht zuletzt auch deshalb kaum gestiegen, weil viele heimische
Produkte durch Billigimporte ersetzt werden konnten. Die heimische Landwirtschaft wurde
durch das Preisdiktat des Großhandels am Rande des Ruins gedrängt, viele Betriebe
mussten aufgeben. Die Produktivität wurde zudem massiv, teilweise zulasten der Qualität,
erhöht. Ohne Inflation hätten diese Produkte erheblich billiger werden müssen. All diese
Effekte laufen nun aber allmählich aus. Die Ungleichgewichte können sich nicht ewig weiter
verstärken. Das ganze Preisgefüge zwischen den verschiedenen Güterklassen ist mittlerweile
stark verzerrt.
F.
Was Sie behaupten würde bedeuten, dass der Markt nicht richtig funktioniert. Das steht im
Widerspruch zum gegenwärtigen Trend hin zu einer liberaleren Wirtschaftsordnung. Die
Beschränkungen im Welthandel wurden Schritt für Schritt abgebaut.
HGCN:
Natürlich funktionieren die Märkte nicht mehr richtig. Die Ursache hierzu ist jedoch
hauptsächlich in unserem Finanzsystem zu suchen, das Manipulation in hohem Maße
zulässt. Die Methoden sind jedoch so subtil, dass die Masse das nicht durchblickt. Die
einseitige Berichterstattung des Mainstreams lenkt von den wahren Ursachen vieler Probleme
in unserer Gesellschaft ab.
PRESSE:
Das klingt etwas nach Verschwörungstheorie. Wo liegen Ihrer Meinung nach denn die
Probleme für unsere Gesellschaft?
HGCN:
In der fast unvorstellbar hohen, globalen Überschuldung. Der Großteil aller existierenden
Forderungen müssten realistischerweise als uneinbringbar ausgebucht werden. Das will man
jedoch nicht, weil damit gleichzeitig unvorstellbare hohe Vermögenswerte vernichtet würden.
Also bewahrt man den Schein und wurstelt so weiter. Statt die bitteren Tropfen der Wahrheit
zu schlucken versucht man, die faulen Schuldtitel, die mittlerweile suspekt geworden sind,
neu zu verpacken. Die neuen, strukturierten Finanzprodukte können gar keine höheren
Sicherheiten aufweisen als die alten. Das Kind bekommt lediglich einen anderen Namen.
PRESSE:
Welche Konsequenzen hat das für die Bevölkerung? Ist der Durchschnittsbürger in
irgendeiner Weise davon betroffen, oder beschränkt sich das Risiko nur auf die
Finanzinvestoren?
HGCN.
Da will ich doch meinen, dass auch der kleine Mann davon betroffen ist. Leider verkennt
dieser die Gefahr oder realisiert sie erst, wenn es zu spät ist. Dabei muss man nur eins und
eins zusammenzählen können. Wer sind denn die Investoren? Banken, Versicherungen,
Fondverwalter! Die verwalten unser Geld. Sind Sie davon begeistert, wenn Ihre
Rentenversicherung oder Bank eines Tages bankrott ist?
Eine Finanzwelt, die auf Kredit aufbaut, verlangt ein expotentielles Wachstum. Die
Entwicklung in Realwirtschaft ist jedoch genau umgekehrt. Ab einem gewissen Zeitpunkt
findet das Wachstum nur noch auf dem Papier statt. Die Ressourcen auf unserem Planeten
sind leider begrenzt. Statt sie effektiv und verantwortungsbewusst einzusetzen, vergeuden wir
sie. Ermöglicht wurde das, weil wertvolle Rohstoffe gegen Fetzen von substanzlosem Papier
verkauft wurden. Alles auf Pump, und alles auf Nimmerwiedersehen. Sachwerte und die
verbleibenden Ressourcen werden das einzige sein, was am Ende übrig bleibt, wenn die
Kreditblase eines Tages platzen wird. Ansprüche, die keiner einlöst, können Sie dann in den
Wind schießen.
PRESSE:
Sie meinen damit Geld?
HGCN:
Geld, das kein Geld ist - ja. Ich habe bereits eingangs definiert, was echtes Geld ist.
PRESSE:
Also doch Gold und Silber?
HGCN:
Eine von mehreren Möglichkeiten. Edelmetalle haben, im Gegensatz zu unserem heutigen
Geld, keinen Schuldner. Gold kann nicht Pleite gehen!
PRESSE:
Gold arbeitet aber nicht und bringt auch keine Zinsen. Deshalb wurde es als Geld auch
abgelöst.
HGCN:
Diese Denkweise scheint ja inzwischen so verankert zu sein, dass man sich gar nichts mehr
anders vorstellen kann. Dabei haben Metalle ihre Fähigkeit als dauerhaftes Zahlungsmittel
über tausende von Jahren bewiesen. Jede ungedeckte Währung hatte bislang hingegen nur
eine bescheidene Lebensdauer. Natürlich arbeitet Gold nicht, wozu denn auch? Gold ist ja
bereits das Resultat einer erbrachten Leistung. Kredit dagegen nicht. Hier muss die Leistung
erst noch erbracht werden. Ist es denn wirklich so schwer zu begreifen, dass Wohlstand nur
und ausschließlich durch Arbeit möglich ist? Mit Krediten kann man diese Gesetzmäßigkeit
nicht austricksen. Der Tag der Abrechnung wird kommen. Nichts ist umsonst!
PRESSE:
Was wird uns Ihrer Meinung nach in Zukunft erwarten?
HGCN:
Ich bin kein Hellseher. Die Kriterien zur Refinanzierung der Banken bei den Zentralbanken
scheinen ja so langsam aufgeweicht zu werden. Am Ende landen die uneinbringlichen
Forderungen dann bei den Zentralbanken. Momentan läuft es offensichtlich auf einen
synchronisierten Untergang aller Währungen weltweit hinaus.
PRESSE:
Ist diese Prognose nicht etwas weit hergeholt?
HGCN:
Das Überschuldungsproblem haben, mehr oder minder, fast alle Staaten. Früher hat man die
Währungen von überschuldeten Staaten, wie Argentinien, einfach untergehen lassen. Der
argentinische Peso spielte jedoch, weltwirtschaftlich gesehen, keine Rolle. Wackelkandidat
diesmal ist jedoch die Leitwährung US-Dollar. Der ist einfach zu gewichtig, um ihn fallen zu
lassen. Wenn die USA den Dollar offensichtlich und im Alleingang inflationiert, würde sofort
die Flucht in den Euro stattfinden. Es bleibt daher gar nichts andres übrig, als dass alle
großen Währungen gemeinsam untergehen.
Dann gibt es auch keine Alternative, wohin das Kapital flüchten könnte, es sei denn in
Sachwerte. Nicht umsonst hat unsere Regierung Angst vor einem chinesischen Staatsfond.
Die möchten ihre de facto wertlosen Dollars am liebsten noch schnell loswerden. Ein paar
deutsche Wälder sind da sicherlich willkommen, egal zu welchem Preis. Da kommt noch
einiges auf uns zu.
PRESSE:
Auch Deutschland hat enorme Handelsbilanzüberschüsse.
HGCN:
Und damit auch ein Problem. Daran sehen Sie, dass Mechanismen für einen Ausgleich der
Handelsbilanzendifferenzen nicht greifen oder fehlen. Auch eine Folge von Krediten ohne
Limit! Zu Zeiten des Golddevisenstandards war das nicht möglich!
PRESSE:
Also doch zurück zu einer Goldwährung?
HGCN:
Diese Frage können Sie bei einer anstehenden Währungsreform aufwerfen, sofern Sie an ein
baldiges Ende unseres jetzigen Geldsystems glauben. Erwarten Sie von mir nicht eine
Lösung aller Probleme, ich habe sie auch nicht! Was man uns aber momentan zu verkaufen
versucht, funktioniert definitiv nicht. Bevor wir die Regeln eines neuen monetären Systems
festlegen müssen wir erst unsere Gesellschaftsform definieren, sonst zäumen wir das Pferd
von hinten auf.
PRESSE:
An welcher Form einer Gesellschaft denken Sie dabei?
HGCN:
Meine Wertevorstellung alleine nützt gar nichts, solange es dazu keinen allgemeinen
Konsens gibt. Darüber sollten wir erst einmal in Ruhe nachdenken.
PRESSE:
Anders formuliert: Welche Gesellschaftsformen kämen theoretisch in Frage, um darauf ein
neues und solides Finanzsystem zu bauen?
HGCN:
Wer das beantworten kann, hat wahrlich den Stein der Weisen gefunden! Die
Gesellschaftsform ist wichtig, weil damit die Basis zu Eigentumsrechten gelegt wird. Im
Feudalismus lagen alle Eigentumsrechte beim Feudalherrn, die Untertanen besaßen lediglich
Lehenrechte. Im Sozialismus ist das meiste Volkseigentum, im Kapitalismus privates
Eigentum. Eigentumsrechte sind insofern von Bedeutung, weil sich darauf ein mögliches
Kreditwesen stützt. Eigentum kann verpfändet werden. Wenn wir eine Kreditblase zukünftig
verhindern wollen, kann das auch dadurch geschehen, dass bestimmte Dinge nicht
verpfändbar sind.
Damit sind diese Dinge zur Kreditbesicherung für den Gläubiger wertlos. Die Gründungsväter
unserer Republik haben im Grundgesetz sicherlich nicht umsonst festgeschrieben, dass der
Staatshaushalt ausgeglichen sein muss und Schulden nur in Ausnahmesituationen erlaubt
sind. Sie haben jedoch vergessen festzuschreiben, dass öffentliches Eigentum sowie
zukünftige Steuereinnahmen, sprich: die Steuerzahler, nicht verpfändet werden können.
Durch diesen Umstand werden eigentlich sogar die individuellen Freiheitsrechte verletzt.
Wir können unzählige dieser Inkonsequenzen feststellen. Dieser Zustand ist erbärmlich,
reflektiert aber den allgemeinen Zustand unserer Gesellschaft. Eine Änderung unseres
Finanzwesens bedingt also auch eine Änderung unserer Gesellschaft.
Ich will das an dieser Stelle nicht mehr weiter ausdehnen, aber vielleicht können Sie nun
nachvollziehen, dass ich einen Umbruch für unvermeidlich halte.
PRESSE:
Eine letzte Frage. Was würden Sie mir raten, um mich für die Zukunft zu wappnen?
HGCN:
Für eine qualifizierte Antwort müsste ich erst einmal Ihre persönliche Zielsetzung kennen.
Rechnen Sie einfach damit, dass sich alle Ihre Ansprüche für die Zukunft, gegen wen auch
immer, in Luft auflösen oder radikal umgestellt werden können. Umgekehrt sollten so vielen
Abhängigkeiten wie möglich von Seiten eines Dritten vermeiden.
PRESSE:
Vielen Dank für das Gespräch.
© Oktober 2007, E. Tafelmeier
Der Autor ist unter info(at)hgcn.de erreichbar
Die Webseite ist www.hgcn.de
Quelle: www.hartgeld.com

13. Oktober 2007

Die große Neocon Lügenparade

Lehnen Sie sich zurück, verehrter Zuschauer und erleben Sie mit wie gebogen und gebrochen wird!

Schaeuble! Wegtreten!