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12. Oktober 2008

Mr. Dax zur aktuellen Lage


Die Finanzkrise ist ja nun schon seit einiger Wochen in aller Munde. Im Fernsehen geben sich die "Experten" die Klinke in die Hand und weder sie noch die Bundeskanzlerin scheinen wirklich informieren zu wollen, sondern lediglich beruhigen. "Keine Panik. Die Einlagen sind sicher. ect..."
Aber niemand sagt wie es wirklich aussieht, da muss man schon suchen. Serviert wird einem da nichts.

Der folgende Videoclip machte vergangene Woche die Runden im Netz, in der ein Börsianer die Lage beschreibt:



Dirk Müller, oder auch "Mr. DAX" äussert sich nun in einem Artikel über die aktuelle Entwicklung:

DAX 900? Wie gehts jetzt weiter?

Die Katastrophe ist da. Märkte im freien Fall. Warnungen vor Weltwirtschaftskrise. Doch sie ist schon längst da. USA haben Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich auf den „Tag danach“ vor.

Klaren Kopf bewahren und nicht den Beschwichtigungen glauben ist das Gebot der Stunde.

Zusammenbrechende Banken, Island vor dem Staatsbankrott, geschlossene Börsen in Russland, Asien und Österreich, Bankenverstaatlichungen und einbrechende Wirtschaftsdaten. Wie sieht eine Weltwirtschaftskrise aus, wenn nicht so? Die Meldungen überschlagen sich und man kommt in dem ganzen Medienwahnsinn kaum noch dazu, das Wesentliche zu erkennen.

Konzentrieren wir uns also auf die wichtigsten Fakten, die uns Hinweise auf die weitere Entwicklung geben. Es brennt an allen Ecken des Globus. Seit der Globalisierung ist alles in einer Art und Weise miteinander Verknüpft, dass niemand die ganzen Konsequenzen aus den bereits aufgetretenen Verwerfungen nachvollziehen kann. Erstrecht nicht die Politiker.[...]


weiterlesen auf MMnews

22. Juli 2008

Es schliesst sich der Kreis der 9/11 Kriminellen

Cindy McCain, die Frau des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, soll angeblich durch Insidergeschäfte mit Short-Selling vor dem 11. September 2001, Millionen verdient haben.

Sie soll Put-Optionen des Schweizer Rückversicherers Swiss Re im Vorfeld gekauft haben, dessen Aktien dann ab den 12. September durch den „Terroranschlag“ stark gefallen sind, weil die World Trade Center Gebäude unter Anderem bei der Swiss Re versichert waren. Die Versicherungspolice wurde nur 6 Wochen vor dem 11. September 2001 durch den neuen Pächter Larry Silverstein abgeschlossen und beinhaltete ausdrücklich die Klausel „Terroranschläge“.

Larry Silverstein, obwohl nicht Eigentümer sondern nur Pächter der WTC Gebäude, kassierte nach langem Rechtsstreit die riesige Versicherungssumme von 4.6 Milliarden Dollar.

Das heisst, jemand hat Cindy McCain den Tipp gegeben, ein "Terroranschlag" würde am 11. September 2001 stattfinden, und sie hat dieses Wissen benutzt, um auf fallende Kurse der Aktien der Firmen zu wetten, die an diesem Tag einen Schaden erleiden würden.

Laut hochgestellten Bundesagenten welche in Washington DC stationiert sind, welche mit dem bekannten Informanten Steward Webb gesprochen haben, werden die bisher geheimen Steuererklärungen von Cindy McCain aufzeigen, dass sie Millionen mit Insider-Trading von Put-Optionen der Swiss Re Aktien verdient hat.

Damit kommen die berechtigten Fragen auf, wer hat ihr den Tipp gegeben, der 11. September wird stattfinden, die World Trade Center Türme werden zerstört und die Gebäude sind bei der Swiss Re versichert? Es kann ja nur ihr Mann, der Senator John McCain, gewesen sein ... und woher hat er es gewusst? Weil er im Militär-Ausschuss des US-Senats sitzt?

Jetzt verstehen wir, warum die Untersuchung über das 9/11 Insider-Trading bisher im Sande verlief, man nichts mehr darüber hört, im offiziellen 9/11 Kommissionsbericht sehr wenig darüber steht, "Es gab tatsächlich ungewöhnlichen Handel, aber jede Transaktion hatte eine unverdächtige Erklärung ... es gab keine Verbindung zu Al-Kaida", ist ja auch klar warum ... Bin Laden hatte damit nichts zu tun, die höchsten Politiker waren darin involviert. Das Ganze stinkt zum Himmel, ein ungeheuerliches Verbrechen, in dem die Kriminellen an der Macht den Anschlag nicht nur selbst inszenierten, damit ihre Kriege und den Polizeistaat rechtfertigen, sondern durch den Tot von fast 3'000 Menschen auch noch privat profitierten.

Ausserdem werden die Steuerakten aufzeigen, dass Cindy McCain, geborene Hensley, Erbe eine Millionenvermögens, Kriegsgewinne in Millionenhöhe gemacht hat, in dem ihre Firma, die Hensley & Co. (Hensley Beer), der drittgrösste Grossverteiler der Anheuser-Busch Brauerei (Budweiser) in Amerika, Lieferverträge mit dem US-Militär im Irak auf dubiose Art abgeschlossen hat.

Thomas Heneghan, eine Autorität im US-Geheimdienstbereich, mit unzähligen Kontakten zu Bundesbehörden behauptet, die Steuererklärung von Cindy McCain aus dem Jahre 2001 würde weiter aufzeigen, dass sie geheime Konten bei Offshore-Firmen hat, welche durch Leonard Millman eingerichtet wurden, der in den „Keating Five“-Skandal (US-Senatoren welche 1989 der Korruption beschuldigt wurden, einschliesslich John McCain, wegen der Savings and Loan Krise, der grössten Bankenpleite bis dahin) und mit Geldwäscherei im Iran-Contra Skandal von Vater Bush involviert war.

Heneghan behauptet weiter, Frau McCain hat Millionen aus einem gemeinsamen Geschäft verdient, zusammen mit Hillary und Bill Clinton und Medienmilliardär Ruppert Murdoch, mit einer Firma die pornografische Webseiten aus den Cayman Islands betreibt.

Diese Beschuldigungen schreien nach einer Strafuntersuchung noch vor den Wahlen am 4. November 2008.

John McCain hat sich bisher immer aus Gründen des Interessenkonflikt vom Vermögen seiner Frau distanziert. So hat er bei der Steuererklärung für das Jahr 2006 nur eine zweiseitige Zusammenfassung des Vermögens seiner Frau abgegeben. Frau McCain hat eine Fristverlängerung für das Jahr 2007 erhalten und muss erst am 15. Oktober 2008, nur 19 Tage vor der Präsidentschaftswahl, diese vorlegen, ausser sie beantragt eine weitere Verlängerung bis nach der Wahl.

Werden hier Kriegsgewinne und andere kriminelle Profite verheimlicht?

Heneghan erzählte weiter, dass Anheuser-Busch einer von vielen Firmen ist, welche strafrechtlich von den Bundesbehörden untersucht werden, wegen dem Verdacht der Absprachen bei Offerten, Bestechung und Schmiergeldzahlungen an Mitglieder des Militärs und an Zivilisten, welche im Pentagon für den Einkauf für den Irakkrieg verantwortlich sind.

Webb, der sagt er wurde illegal durch Präsident George H.W. Bush (Vater Bush) kurz vor der Bush-Clinton Wahl 1992-1993 als politischer Dissident ins Gefängnis gesteckt, um die Justizuntersuchungen zu behindern und das Wissen und die Beweise über die Beteiligung von Vater Bush an dem Iran-Contra „Drogen für Waffen“ Skandal zu unterdrücken, erzählt, der Kauf von Anheuser-Busch durch die belgische Firma vor wenigen Tagen könnte ein geplanter Versuch sein, die Beweise für einen Kriegsprofit zu vertuschen, welcher mit Frau McCain’s $100 Millionen Dollar Finanzimperium in Verbindung gebracht wird, welches auch aus offshore Steuerhinterziehung und durch Profite vom 11. September 2001 besteht. Sollten die Beweise ans Licht kommen, würde dies die Glaubwürdigkeit von John McCain als Präsidentschaftskandidat völlig untergraben und seine Kandidatur beenden.

Vor neun Monaten berichteten Offizielle des US-Militärs, würden Beschaffungsverträge in Höhe von 6 Milliarden Dollar für Lebensmittel, Wasser und Unterkunft für die US-Soldaten in Kuwait, Irak und Afghanistan, durch Kriminalbeamten untersucht, wegen dem Verdacht der Offertabsprache, Bestechung und Schmiergeldzahlungen, eine Zahl die doppelt so hoch ist wie das Militär bisher veröffentlicht hat.

Der Chef von Hensley Beer, Robert Delgado, der Finanzchef von Hensley Beer und Stiefsohn von John McCain, Andrew McCain, und August Busch der III, Vorstandvorsitzender von Anheuser-Busch, sind die wichtigsten Karriereförderer von Senator John McCain.

McCain hat sich für diese Unterstützung entsprechend revanchiert und zum Beispiel im Jahre 2000, gegen das „Alkohol am Steuer“ Gesetz mit einem Limit auf 0.8 pro Mil abgestimmt.

Die Korruption im militärischen Beschaffungswesen für die Kriege ist skandalös und das parlamentarische Komitee zur Überwachung des Militärs, dessen ranghohes Mitglied wiederum John McCain ist, hat die amerikanischen Wähler nicht versichert, dass Anheuser-Busch, der Lieferant von Bier, Wasser und nichtalkoholischen Getränken, nichts mit dem Pentagon-Skandal um die Absprache, Bestechung und Schmiergeldzahlungen zu tun hat.

Die Frage liegt in der Luft, warum die Partei der Demokraten bisher das Finanzgebaren von Cindy McCain völlig ignoriert hat, und sich für ihr Insider-Trading um 9/11, ihre Kriegsprofite, ihre Steuerhinterziehung im Ausland und ihre Mangel an Bereitschaft ihre Steuererklärung offen zu legen, nicht zum Wahlkampfthema machen. Liegt es daran, dass die Politiker der „Opposition“ genau so viel Dreck am Stecken haben wie die Republikaner? Wahrscheinlich schon!

Es bestätigt sich meine Aussage die ich schon lange mache, Krieg ist das beste Geschäft, dazu kommen illegaler Waffenhandel, Drogenhandel, Menschenhandel ... alles was Profit abwirft ... wir werden von höchst kriminellen Verbrechern regiert, die alle gleich korrupt sind, die skrupellos über Leichen gehen, denen jedes Mittel recht ist, um mehr Macht und Geld zu erhalten. Und die Medien berichten wie üblich nichts darüber!

Quelle: TomFlocco.com

Passend dazu auf der Seite des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten dieser Artikel aus einer israelischen Nachrichtenseite: "Ist die Geburtsurkunde von Barack Obama eine schlimme Fälschung?"

Eine Täuschung seines waren Geburtsortes wäre nur dann notwendig, wenn Obama nicht auf US-Territorium auf die Welt kam und deshalb nicht Präsident werden kann.

Hier ein Bild welches die Politiker richtig darstellt, sie sind Teufelsanbeter:


Quelle Schall&Rauch

19. März 2008

FTD: Es kommt dicke


von Wolfgang Münchau

Die große Finanzkrise fängt jetzt langsam an. Sie lesen richtig: Die Krise fängt langsam an. Was die gemeldeten Verluste oder die Zahl der Insolvenzen im Finanzsektor angeht, haben wir noch nicht einmal zehn Prozent der Krise gesehen - und was die Folgen für die Gesamtwirtschaft betrifft, noch nicht einmal fünf Prozent.

In den USA wird es die längste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg geben. Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff hat recht, wenn er warnt: zunächst Rezession, dann Inflation. Die Geldpolitik nach dem Crash wird extrem restriktiv.

Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr daran, dass dem Staat die Aufgabe zufallen wird, den Dreck im Finanzsektor aufzukehren. Nur sollten sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und seine Kollegen nicht allzu sehr freuen, wenn ihr Ruf nach staatlicher Hilfe erhört wird. Für die Rettung des globalen Finanzsystems wird der Staat seine Aufwendungen in Rechnung stellen. Je größer der Bail-out, desto größer die Rechnung. Diese gibt es in Form einer stärkeren Regulierung und höherer Steuern.

Ich erwarte, dass die Rache der Öffentlichkeit nach den Jahren moderater Lohnentwicklungen besonders brutal ausfallen wird. Dass im Finanzsektor in den kommenden Jahren viel Geld zu verdienen ist, ist eher unwahrscheinlich. Wer auch nur etwas Grips im Kopf hat, wird um diesen Sektor einen großen Bogen machen - sowohl als Investor als auch als jemand, der Karriere machen will.

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18. März 2008

’Das Undenkbare denken’

Dieses System muss weg!

Von Karl Weiss

Der “International Monetary Found” (IMF) ist eine der wichtigsten internationalen Finanz-Institutionen und darf aus allen möglichen Gründen berechtigterweise angefeindet werden, aber nicht dafür, dass er nicht konservativ genug wäre. Nun aber hat dieser IMF die Regierungen der reichen Länder aufgefordert, „das Undenkbare zu denken“ in Bezug auf die fortschreitende internationale Finanz- und Wirtschaftskrise.

Was ist damit gemeint? Es wird gewarnt, es könne sein, dass sich die Finanzkrise, die sich durch Banken und Fonds-Organisationen ausbreitet, die beginnende Wirtschaftskrise weiter vertieft, weil die Möglichkeiten der Unternehmen, sich billig zu refinanzieren, bedroht sein könnten und dass die sich die beginnende Wirtschaftskrise weiter negativ auf die bereits bestehende Finanzkrise auswirkt, indem die schwindende Kaufkraft die Umsätze beeinträchtigt und dann auf die Renditen durchschlägt, die wiederum die bestehenden Finanzierungen in Frage stellen und damit eine Abwärtsspirale in Gang setzen.

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27. Februar 2008

Das wichtigste Video im Internet

19. Oktober 2007

Interview mit dem Hartgeldclub über das Finanzsystem


Das werden wir nicht drucken, jedenfalls nicht so! (Ich schon! =P)
von Edwin Tafelmeier, Hartgeld Club Nürnberg
Die Systempresse greift inzwischen das „Crash“-Thema verstärkt auf, aber irgendwo sind
dann doch Grenzen gesetzt. Hier der missglückte Versuch eines Interviews mit einem
Nürnberger Journalisten. (Den Namen habe ich auf Wunsch anonymisiert)
Warten wir die nächsten Monate ab…
PRESSE:
Der Hartgeldclub Nürnberg erscheint mir als ein Verein, der statt modernen Geldes zurück zu
Gold und Silber möchte. Ist das nicht ein wenig Anachronismus, fernab der Realität?
HGCN:
Zunächst sollten wir erklären, was Geld überhaupt ist. Laut Wikipedia hat Geld drei
Funktionen zu erfüllen, nämlich die eines allgemein anerkannten Tauschmittels, als
Wertmaßstab, und nicht zuletzt als Wertaufbewahrungsmittel. Unser Geld hat lediglich die
erstgenannte Funktion, und das auch nur Kraft des Gesetzes. Da unser Geld nicht definiert
ist, taugt es nur bedingt als Wertmesser, und durch die Inflation verliert es ständig an
Kaufkraft.
PRESSE:
Unser Geld funktioniert noch sehr gut als Wertmaßstab und auch als
Wertaufbewahrungsmittel, wenn Sie die Inflation durch entsprechende Verzinsung
ausgleichen. Kein vernünftiger Mensch steckt sein Geld heute noch unters Kopfkissen.
HGCN:
Was den Inflationsausgleich anbelangt, muss ich Ihnen hier widersprechen. Auf dem guten,
alten Sparbuch angelegt, bringt Ihr Guthaben real eine negative Verzinsung. Andere
Anlageformen bringen vielleicht tatsächlich eine Rendite, das jedoch nicht ohne Risiko. Nicht
zuletzt betrachtet unser Staat die Erträge des Inflationsausgleichs als vermeintlichen Gewinn
und besteuert das entsprechend. Es bleibt dabei: Entweder Ihr Erspartes verliert ständig an
Kaufkraft, oder Sie erkaufen Ihren Gewinn durch ein Risiko, das dazu nicht im Verhältnis
steht.
PRESSE:
Es ist aber nicht zu leugnen, dass viele Anleger auch exzellente Gewinne einfahren.
HGCN:
Das ist schon möglich. Es stellt sich hier jedoch die Frage, ob es sich um echtes Vermögen
oder um Scheinvermögen handelt.
PRESSE:
Was verstehen Sie unter Scheinvermögen? Können Sie das näher beschreiben?
HGCN:
Um das zu verstehen, müssen Sie sich ein wenig mit dem Wesen unseres Geldes
auseinandersetzen. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft benötigen sie ein funktionierendes
Geldwesen. Damit eine Wirtschaft funktioniert, benötigen Sie sowohl Geld als auch Kredit.
Heutzutage gibt es jedoch kein Geld mehr, sondern nur noch Kredit. Unser Geld ist bereits
Kredit, daneben gibt es dann noch „Kredit auf Kredit“, damit kann man keine stabile
Wirtschaft erreichen. Ein solches System ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
PRESSE:
Wenn dieses Wirtschaftssystem instabil sein soll, läuft es aber schon erstaunlich lange.
Können Sie Ihre Thesen auch durch Fakten belegen, oder sind das nur Phrasen?
HGCN:
Es ist überhaupt kein Geheimnis, wie Geld entsteht. Unser Geld entsteht durch Kredit der
Geschäftsbanken. Wenn Sie die Webseiten der Bundesbank besuchen, finden Sie
Informationsbroschüren für den Schulunterricht. Dort ist es relativ verständlich erklärt. Ein
Geldschein ist demzufolge, aber das wird natürlich nicht so offen beim Namen genannt,
lediglich ein Schuldschein, der umlauffähig gemacht wurde. Hinter diesem Geld stehen
Schulden, und zwar ohne Ausnahme. Fast alle Leute gehen davon aus, dass Geld durch
irgendwas von Wert gedeckt ist. Das ist es jedoch nicht, jedenfalls nicht mehr. Die Bindung
an Gold wurde abgeschafft. Unser Geld erlangt Kaufkraft aufgrund eines
Leistungsversprechens, nicht aufgrund einer bereits erbrachten Leistung. Richtiges Geld
erhält seinen Wert durch eine bereits erbrachte Leistung. Ein Leistungsversprechen hingegen
ist lediglich Kredit. Und Kredite sind nur etwas wert, solange die Leistungsversprechen nicht
nur theoretisch eingefordert, sondern auch tatsächlich geleistet werden können. Das ist in
unserem System jedoch nicht der Fall. Der Anker für eine Währung muss nicht unbedingt
Gold und Silber sein. Wir brauchen aber irgend einen Mechanismus, der die unlimitierte
Kreditausweitung verhindert. Eine Währung muss aus einem gesunden Mix zwischen
erbrachter Leistung und einer noch zu erbringenden Leistung beinhalten. Bevor neues Geld
entsteht muss dann eben erst einmal tatsächlich geleistet werden. Nur so entsteht echtes
Vermögen. Uneinlösbare Forderungen sind Scheinvermögen. Diese Scheinvermögen werden
jedoch so bilanziert, als wenn es sich um echte Werte handeln würde. Die Folgen davon
haben Sie in der Bankenkrise vom August ja miterleben können. Auslöser waren
Pseudowertpapiere, unterlegt mit faulen Hypothekenkrediten des US-Immobilienmarktes. Als
bekannt wurde, dass die europäischen, und auch fast alle deutschen Banken solche Papiere
in den Büchern führten, war das Vertrauen erst einmal ramponiert. Ohne das rasche
Eingreifen der Zentralbanken wäre das Bankensystem wahrscheinlich implodiert.
PRESSE:
Inzwischen ist die Situation ja wieder unter Kontrolle. Die Verluste konnten in den meisten
Fällen anscheinend problemlos weggesteckt werden. Rückschläge dieser Art müssen nicht
gleich das ganze Finanzsystem in Frage stellen.
HGCN:
Die Stabilisierung des Bankensystems wurde teuer erkauft. Kurzfristige Liquiditätsspritzen wie
die bereitgestellten Schnelltender der Zentralbank wären auch nicht das Problem, wenn diese
Liquidität danach dem Markt wieder entzogen worden wäre. Die Liquiditätsspritzen waren in
diesem Fall jedoch nur eine Interimslösung, solange bis andere Wege gefunden wurden, sich
zu refinanzieren. Die amerikanische FED hat die Leitzinsen gesenkt, die EZB eben nicht
erhöht. Unterm Strich haben diese Aktionen viel, viel neues Geld geschaffen, ohne dass eine
entsprechende Leistung dahinter steht. Das ist in höchstem Maße inflationär. Wir alle werden
die Auswirkungen sehr bald spüren.
PRESSE:
Was ist schlecht an einer kontrollierten Inflation? Die Politik der Zentralbanken hat in ihren
Zielen bewusst eine geringe Inflation einkalkiliert, um die Wirtschaftsdynamik
aufrechtzuerhalten.
HGCN:
Inflation hat immer zwei Seiten. In der frühen Phase mag die leistungslose Geldvermehrung,
denn alleine das ist die Ursache einer Inflation, durchwegs einen angenehmen Effekt haben.
Sie erzeugen zusätzliche Kaufkraft, weil die Preise sich der neuen Situation noch nicht
angepasst haben. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Preise mit einiger
Verzögerung anpassen und steigen, d.h. Sie verlieren in dieser Situation massiv an Kaufkraft.
Sie gewinnen im Prinzip nichts, die Zeche wird nur später bezahlt. Gewinner bei diesem Spiel
sind die Erstbezieher dieses neuen Geldes, denn die können noch zu den alten Preisen
einkaufen. Lohnempfänger und Transferleistungsempfänger wie Rentner sind die Verlierer,
denn deren Bezüge hinken den gestiegenen Preisen hinterher, und mittlerweile werden sie
nicht einmal mehr nachträglich kompensiert.
PRESSE:
Die Inflationsraten der letzten Jahre waren doch sehr niedrig, vielleicht einmal abgesehen von
den Energiepreisen. Hat das den Wohlsstand etwa beeinträchtigt?
HGCN:
Wenn Sie die offizielle Warenkorbstatistik meinen, halten wir das nicht für einen geeigneten
Indikator für eine Inflationsmessung. Besser wird Inflation als Ausweitung der Geldmenge
über dem der Produktivität definiert. Simplifiziert kann die Inflation als Differenz zwischen
Geldmengenwachstum und Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts verstanden werden, und da
liegen wir um einiges höher als die offiziellen Statistiken, mindestens bei 5 bis 6% in den
vergangenen Jahren, mittlerweile sogar noch weiter darüber.
PRESSE:
Die Verbraucherpreise sind in den vergangenen Jahren im Durchschnitt aber meiner Ansicht
nach nicht um 6% gestiegen, wie sie es nach Ihrer Theorie hätten müssen. Ich halte das für
überzogen.
HGCN:
Wer sagt denn, dass das sich das neue Geld auf alle Bereiche gleichmäßig verteilen muss?
Zunächst ging das Geld in die Vermögenswertanlagen, mit Ausnahme von Deutschland meist
auch in den Immobileinmarkt. Das trieb Aktienkurse und Immobilenpreise gewaltig nach
oben. Übersehen wurde bei diesem Spiel nur, dass sich die daraus resultierenden
Vermögenszuwächse, genährt durch die Spekulation, hauptsächlich durch eine Aufblähung
der Geldmenge verursacht wurden, und nicht durch ein reales Wirtschaftswachstum. Die
Verbraucherpreise sind nicht zuletzt auch deshalb kaum gestiegen, weil viele heimische
Produkte durch Billigimporte ersetzt werden konnten. Die heimische Landwirtschaft wurde
durch das Preisdiktat des Großhandels am Rande des Ruins gedrängt, viele Betriebe
mussten aufgeben. Die Produktivität wurde zudem massiv, teilweise zulasten der Qualität,
erhöht. Ohne Inflation hätten diese Produkte erheblich billiger werden müssen. All diese
Effekte laufen nun aber allmählich aus. Die Ungleichgewichte können sich nicht ewig weiter
verstärken. Das ganze Preisgefüge zwischen den verschiedenen Güterklassen ist mittlerweile
stark verzerrt.
F.
Was Sie behaupten würde bedeuten, dass der Markt nicht richtig funktioniert. Das steht im
Widerspruch zum gegenwärtigen Trend hin zu einer liberaleren Wirtschaftsordnung. Die
Beschränkungen im Welthandel wurden Schritt für Schritt abgebaut.
HGCN:
Natürlich funktionieren die Märkte nicht mehr richtig. Die Ursache hierzu ist jedoch
hauptsächlich in unserem Finanzsystem zu suchen, das Manipulation in hohem Maße
zulässt. Die Methoden sind jedoch so subtil, dass die Masse das nicht durchblickt. Die
einseitige Berichterstattung des Mainstreams lenkt von den wahren Ursachen vieler Probleme
in unserer Gesellschaft ab.
PRESSE:
Das klingt etwas nach Verschwörungstheorie. Wo liegen Ihrer Meinung nach denn die
Probleme für unsere Gesellschaft?
HGCN:
In der fast unvorstellbar hohen, globalen Überschuldung. Der Großteil aller existierenden
Forderungen müssten realistischerweise als uneinbringbar ausgebucht werden. Das will man
jedoch nicht, weil damit gleichzeitig unvorstellbare hohe Vermögenswerte vernichtet würden.
Also bewahrt man den Schein und wurstelt so weiter. Statt die bitteren Tropfen der Wahrheit
zu schlucken versucht man, die faulen Schuldtitel, die mittlerweile suspekt geworden sind,
neu zu verpacken. Die neuen, strukturierten Finanzprodukte können gar keine höheren
Sicherheiten aufweisen als die alten. Das Kind bekommt lediglich einen anderen Namen.
PRESSE:
Welche Konsequenzen hat das für die Bevölkerung? Ist der Durchschnittsbürger in
irgendeiner Weise davon betroffen, oder beschränkt sich das Risiko nur auf die
Finanzinvestoren?
HGCN.
Da will ich doch meinen, dass auch der kleine Mann davon betroffen ist. Leider verkennt
dieser die Gefahr oder realisiert sie erst, wenn es zu spät ist. Dabei muss man nur eins und
eins zusammenzählen können. Wer sind denn die Investoren? Banken, Versicherungen,
Fondverwalter! Die verwalten unser Geld. Sind Sie davon begeistert, wenn Ihre
Rentenversicherung oder Bank eines Tages bankrott ist?
Eine Finanzwelt, die auf Kredit aufbaut, verlangt ein expotentielles Wachstum. Die
Entwicklung in Realwirtschaft ist jedoch genau umgekehrt. Ab einem gewissen Zeitpunkt
findet das Wachstum nur noch auf dem Papier statt. Die Ressourcen auf unserem Planeten
sind leider begrenzt. Statt sie effektiv und verantwortungsbewusst einzusetzen, vergeuden wir
sie. Ermöglicht wurde das, weil wertvolle Rohstoffe gegen Fetzen von substanzlosem Papier
verkauft wurden. Alles auf Pump, und alles auf Nimmerwiedersehen. Sachwerte und die
verbleibenden Ressourcen werden das einzige sein, was am Ende übrig bleibt, wenn die
Kreditblase eines Tages platzen wird. Ansprüche, die keiner einlöst, können Sie dann in den
Wind schießen.
PRESSE:
Sie meinen damit Geld?
HGCN:
Geld, das kein Geld ist - ja. Ich habe bereits eingangs definiert, was echtes Geld ist.
PRESSE:
Also doch Gold und Silber?
HGCN:
Eine von mehreren Möglichkeiten. Edelmetalle haben, im Gegensatz zu unserem heutigen
Geld, keinen Schuldner. Gold kann nicht Pleite gehen!
PRESSE:
Gold arbeitet aber nicht und bringt auch keine Zinsen. Deshalb wurde es als Geld auch
abgelöst.
HGCN:
Diese Denkweise scheint ja inzwischen so verankert zu sein, dass man sich gar nichts mehr
anders vorstellen kann. Dabei haben Metalle ihre Fähigkeit als dauerhaftes Zahlungsmittel
über tausende von Jahren bewiesen. Jede ungedeckte Währung hatte bislang hingegen nur
eine bescheidene Lebensdauer. Natürlich arbeitet Gold nicht, wozu denn auch? Gold ist ja
bereits das Resultat einer erbrachten Leistung. Kredit dagegen nicht. Hier muss die Leistung
erst noch erbracht werden. Ist es denn wirklich so schwer zu begreifen, dass Wohlstand nur
und ausschließlich durch Arbeit möglich ist? Mit Krediten kann man diese Gesetzmäßigkeit
nicht austricksen. Der Tag der Abrechnung wird kommen. Nichts ist umsonst!
PRESSE:
Was wird uns Ihrer Meinung nach in Zukunft erwarten?
HGCN:
Ich bin kein Hellseher. Die Kriterien zur Refinanzierung der Banken bei den Zentralbanken
scheinen ja so langsam aufgeweicht zu werden. Am Ende landen die uneinbringlichen
Forderungen dann bei den Zentralbanken. Momentan läuft es offensichtlich auf einen
synchronisierten Untergang aller Währungen weltweit hinaus.
PRESSE:
Ist diese Prognose nicht etwas weit hergeholt?
HGCN:
Das Überschuldungsproblem haben, mehr oder minder, fast alle Staaten. Früher hat man die
Währungen von überschuldeten Staaten, wie Argentinien, einfach untergehen lassen. Der
argentinische Peso spielte jedoch, weltwirtschaftlich gesehen, keine Rolle. Wackelkandidat
diesmal ist jedoch die Leitwährung US-Dollar. Der ist einfach zu gewichtig, um ihn fallen zu
lassen. Wenn die USA den Dollar offensichtlich und im Alleingang inflationiert, würde sofort
die Flucht in den Euro stattfinden. Es bleibt daher gar nichts andres übrig, als dass alle
großen Währungen gemeinsam untergehen.
Dann gibt es auch keine Alternative, wohin das Kapital flüchten könnte, es sei denn in
Sachwerte. Nicht umsonst hat unsere Regierung Angst vor einem chinesischen Staatsfond.
Die möchten ihre de facto wertlosen Dollars am liebsten noch schnell loswerden. Ein paar
deutsche Wälder sind da sicherlich willkommen, egal zu welchem Preis. Da kommt noch
einiges auf uns zu.
PRESSE:
Auch Deutschland hat enorme Handelsbilanzüberschüsse.
HGCN:
Und damit auch ein Problem. Daran sehen Sie, dass Mechanismen für einen Ausgleich der
Handelsbilanzendifferenzen nicht greifen oder fehlen. Auch eine Folge von Krediten ohne
Limit! Zu Zeiten des Golddevisenstandards war das nicht möglich!
PRESSE:
Also doch zurück zu einer Goldwährung?
HGCN:
Diese Frage können Sie bei einer anstehenden Währungsreform aufwerfen, sofern Sie an ein
baldiges Ende unseres jetzigen Geldsystems glauben. Erwarten Sie von mir nicht eine
Lösung aller Probleme, ich habe sie auch nicht! Was man uns aber momentan zu verkaufen
versucht, funktioniert definitiv nicht. Bevor wir die Regeln eines neuen monetären Systems
festlegen müssen wir erst unsere Gesellschaftsform definieren, sonst zäumen wir das Pferd
von hinten auf.
PRESSE:
An welcher Form einer Gesellschaft denken Sie dabei?
HGCN:
Meine Wertevorstellung alleine nützt gar nichts, solange es dazu keinen allgemeinen
Konsens gibt. Darüber sollten wir erst einmal in Ruhe nachdenken.
PRESSE:
Anders formuliert: Welche Gesellschaftsformen kämen theoretisch in Frage, um darauf ein
neues und solides Finanzsystem zu bauen?
HGCN:
Wer das beantworten kann, hat wahrlich den Stein der Weisen gefunden! Die
Gesellschaftsform ist wichtig, weil damit die Basis zu Eigentumsrechten gelegt wird. Im
Feudalismus lagen alle Eigentumsrechte beim Feudalherrn, die Untertanen besaßen lediglich
Lehenrechte. Im Sozialismus ist das meiste Volkseigentum, im Kapitalismus privates
Eigentum. Eigentumsrechte sind insofern von Bedeutung, weil sich darauf ein mögliches
Kreditwesen stützt. Eigentum kann verpfändet werden. Wenn wir eine Kreditblase zukünftig
verhindern wollen, kann das auch dadurch geschehen, dass bestimmte Dinge nicht
verpfändbar sind.
Damit sind diese Dinge zur Kreditbesicherung für den Gläubiger wertlos. Die Gründungsväter
unserer Republik haben im Grundgesetz sicherlich nicht umsonst festgeschrieben, dass der
Staatshaushalt ausgeglichen sein muss und Schulden nur in Ausnahmesituationen erlaubt
sind. Sie haben jedoch vergessen festzuschreiben, dass öffentliches Eigentum sowie
zukünftige Steuereinnahmen, sprich: die Steuerzahler, nicht verpfändet werden können.
Durch diesen Umstand werden eigentlich sogar die individuellen Freiheitsrechte verletzt.
Wir können unzählige dieser Inkonsequenzen feststellen. Dieser Zustand ist erbärmlich,
reflektiert aber den allgemeinen Zustand unserer Gesellschaft. Eine Änderung unseres
Finanzwesens bedingt also auch eine Änderung unserer Gesellschaft.
Ich will das an dieser Stelle nicht mehr weiter ausdehnen, aber vielleicht können Sie nun
nachvollziehen, dass ich einen Umbruch für unvermeidlich halte.
PRESSE:
Eine letzte Frage. Was würden Sie mir raten, um mich für die Zukunft zu wappnen?
HGCN:
Für eine qualifizierte Antwort müsste ich erst einmal Ihre persönliche Zielsetzung kennen.
Rechnen Sie einfach damit, dass sich alle Ihre Ansprüche für die Zukunft, gegen wen auch
immer, in Luft auflösen oder radikal umgestellt werden können. Umgekehrt sollten so vielen
Abhängigkeiten wie möglich von Seiten eines Dritten vermeiden.
PRESSE:
Vielen Dank für das Gespräch.
© Oktober 2007, E. Tafelmeier
Der Autor ist unter info(at)hgcn.de erreichbar
Die Webseite ist www.hgcn.de
Quelle: www.hartgeld.com

Schaeuble! Wegtreten!